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Phelan
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Begriffe rund um Jagdhundeprüfungen

Die verschiedenen Prüfungen

Prüfungen des JGHV:

VJP  =  Verbandsjugendprüfung  (bis 24 Monate)

HZP =  Herbstzuchtprüfung   (bis 24 Monate)

VGP =  Verbandsgebrauchshundeprüfung 

VSP =  Verbandsschweißprüfung 

 

 

Brauchbarkeitsprüfungen
Allgemeine Brauchbarkeit - alle Fächer nach dem Schuß

Brauchbarkeit auf Schalenwild - Übernachtfährte

 

Diese Prüfungen werden von den Kreisjägervereinigungen ausgerichtet. Eine Brauchbarkeitsprüfung ist bei vielen Jagdhaftpflichtversicherungen Voraussetzung, daß der Hund mitversichert ist.

 

 

Spezifische Rasseprüfungen

 

Eine gute Auflistung der verschiedenen Leistungsprüfungen der einzelnen Vereine findet ihr unter:  http://www.wildundhund.de/438,6155/

 

Beispiel Verein für Pointer und Setter:

JuS  =  Jugendsuche  (PuS)

HJuS =  Herbstjugendsuche (PuS)

AZP =  Alterszuchtprüfung (PuS)

 

Vor und nach dem Schuss

Die Jagdhundeausbildung wird in 2 Bereiche geteilt:

Die Arbeit vor und nach dem Schuss.

 

Vor dem Schuss

Darunter fallen die Feldsuche mit vorstehen, stöbern, buschieren und brackieren (Spurarbeit).

 

Nach dem Schuss

Schweißarbeit, Schleppe und apportieren.

 

 

Die Arbeit vor dem Schuss - die Unterschiede

Feldsuche

Bei der Feldsuche sucht der Vorstehhund ein Feld oder eine Wiese im Galopp zügig gegen den Wind nach jagbarem Federwild (evtl. auch Hasen) ab. Bekommt er dabei etwas in die Nase, so bleibt er ruckartig stehen und steht vor.

Bei der Feldsuch soll der Hund weit gehen, gerne auch mehrer 100 Meter rechts und links seines Hundeführers, der in der Mitte des Feldes läuft.

 

Buschieren

Beim Buschieren sucht der Vorstehhund ein weniger übersichtliches Gelände ab. Wichtig ist vorallem, daß er "unter der Flinte" jagt, was Schrotschuss-Entfernung gedeutet, also 30-50 Meter. Wird er fündig, zeigt er es durch Vorstehen an.

Das Suchen beim Buschieren ist also deutlich näher am Jäger als die Feldsuche. Der Jäger geht mit dem Hund durch das Gelände.

 

Stöbern

Der Hund sucht alleine ein unübersichtliches Gelände ab, z.B. Schilf oder Wald. Er muß auch kein Vorstehhund sein. Er soll das Wild aus seiner Deckung drücken, wenn möglich aber nicht hetzen! Beim Stöbern werden spurlaute oder sichtlaute Hunde bevorzugt.

 

Brackieren

Das Brakieren kommt von der Tatsache, daß ein Feldhase, wenn er ausdauernd von einem Hund verfolgt wird, irgendwann wieder zu seinem Ausgangspunkt zurück kommt. Nimmt der Jagdhund (bevorzugt eine Bracke) eine Hasenspur auf, so soll er die Spur laut verfolgen. Meist kommt er dabei nicht mal in die Nähe des Hasen. Dieser kommt aber irgendwann zurück zu seinem Ausgangspunkt, was der Jäger anhand des Geläuts seines Hundes feststellen und sich schussbereit machen kann.

Der Hund sollte sich bei dieser Arbeit nicht von anderen Fährten verleiten lassen.

 

 

 

Art des Jagens

Die Art des Jagens wird bei Prüfungen fest gestellt.

Hier steht, wie der Hund jagt:

 

1. Spurlaut  (der Hund gibt Laut, solange er eine Fährte hat)

2. Sichtlaut  (der Hund gibt Laut, solange er sichtig ein Wild verfolgt)

3. fraglich  (der Prüfer ist sich nicht sicher, ob der Hund evtl. 1 oder 2 ist)

4. stumm  (der Richter ist sich sicher, daß der weder 1 noch 2 ist)

5. waidlaut  (der Hund gibt laut, wenn er ein Wild gestellt hat)